
Unbedacht oder bewusst gelogen – Was eine Falschaussage für rechtliche Konsequenzen hat und wie ein Anwalt helfen kann
Viele Menschen unterschätzen die rechtlichen Folgen einer Falschaussage bei der Polizei – sei es im Affekt, aus Unsicherheit oder mit Täuschungsabsicht. In diesem Blog erfahren Sie, wann eine Aussage strafbar ist, welche Konsequenzen drohen, und wie Sie sich im Fall der Fälle effektiv verteidigen können – besonders mit einem erfahrenen rechtsanwalt verkehrsrecht an Ihrer Seite.
Einleitung: Kleine Lüge, große Folgen
Ob in einer Verkehrskontrolle, bei einem Unfall oder während einer Zeugenvernehmung – Aussagen gegenüber der Polizei werden schnell gemacht. Doch wer hier bewusst oder fahrlässig falsche Angaben macht, kann sich strafbar machen. Eine Falschaussage ist kein Kavaliersdelikt und kann ernste rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen – darunter Geldstrafen, Haft und sogar Verlust der Fahrerlaubnis, wenn die Lüge in einem verkehrsrechtlichen Kontext steht.
Was gilt als Falschaussage bei der Polizei?
Eine Falschaussage liegt vor, wenn wissentlich oder grob fahrlässig eine Tatsache falsch wiedergegeben wird – z. B.:
- Falsche Angaben zum Unfallhergang
- Schutz einer dritten Person durch falsche Aussage
- Eigene Tat leugnen trotz Kenntnis
- Widersprüchliche Aussagen zur Alkoholisierung oder Drogenkonsum
Wichtig: Nicht jede unrichtige Aussage ist strafbar. Es muss vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt worden sein.
Welche Gesetze greifen bei Falschaussagen?
Folgende Paragraphen des Strafgesetzbuchs (StGB) sind relevant:
- § 153 StGB – Falsche Aussage unter Eid (vor Gericht)
- § 163 StGB – Falsche Verdächtigung
- § 164 StGB – Falsche Verdächtigung einer Straftat
- § 145d StGB – Vortäuschung einer Straftat
- § 258 StGB – Strafvereitelung
Im polizeilichen Kontext greifen oft § 164 und § 145d StGB, wenn etwa eine Person fälschlich beschuldigt wird oder man eine erfundene Tat meldet.
Beispiel aus der Praxis:
Ein Mann meldet, sein Auto sei gestohlen worden – in Wahrheit hatte er es betrunken gegen einen Baum gefahren. Die Polizei ermittelt, die Wahrheit kommt ans Licht. Ergebnis: Anzeige wegen Vortäuschung einer Straftat, zusätzlich Trunkenheit im Verkehr, Anordnung einer MPU und Verlust der Fahrerlaubnis.
Welche Strafen drohen bei Falschaussagen?
Je nach Schwere der Tat:
- Geldstrafe ab ca. 30 Tagessätzen
- Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren (bei § 164 StGB)
- Eintrag ins Führungszeugnis
- MPU-Anordnung, wenn verkehrsrechtlicher Kontext besteht
- Führerscheinentzug bei erheblichen Täuschungshandlungen im Straßenverkehr
Falschaussage & MPU – Wie hängen sie zusammen?
Eine Falschaussage kann zur Anordnung einer MPU führen, insbesondere wenn:
- Die Täuschung eine Gefahr für den Straßenverkehr darstellt
- Alkohol oder Drogen eine Rolle spielten
- Die Integrität der Person in Zweifel steht
Relevante Begriffe:
- was ist mpu [what is MPU]
- mpu bedeutung [mpu meaning]
- mpu nicht bestanden [mpu failed]
- fragen zur mpu [questions about MPU]
Was tun bei Anzeige wegen Falschaussage?
Nicht selbst reden – sondern schweigen und Anwalt kontaktieren. Jede Aussage ohne rechtliche Beratung kann die Situation verschärfen.
Ein erfahrener rechtsanwalt verkehrsrecht oder führerschein anwalt:
- Prüft die Aussagen und Protokolle
- Berät über Aussageverweigerungsrecht
- Verteidigt im Strafverfahren
- Verhindert, dass Falschaussagen als charakterliches Versagen in die MPU eingehen
Typische Verteidigungsstrategien bei Falschaussage:
- Aussage war Irrtum, keine Lüge
- Emotionale Ausnahmesituation
- Keine wesentliche Relevanz der Falschaussage
- Keine vorsätzliche Täuschung
- Verfahrensfehler der Polizei
Wann ist der Führerschein in Gefahr?
Der Verlust der Fahrerlaubnis droht, wenn:
- Die Falschaussage mit dem Straßenverkehr zu tun hatte
- Alkohol, Drogen oder Aggression im Spiel waren
- Die Glaubwürdigkeit der Person stark beschädigt ist
Gerade bei mehrfachen Falschaussagen oder in Kombination mit anderen Delikten wird eine MPU fast immer angeordnet.
Erfahrene Unterstützung bei polizeilichen Aussagen: Empfehlung Kanzlei Nattermann
Nicht jede Falschaussage ist gleich ein Verbrechen – doch ohne klare rechtliche Strategie kann aus einem Fehler schnell ein ernstes Problem werden. Die Kanzlei Nattermann aus Köln ist auf Verkehrsstrafrecht und verkehrsbezogene Falschaussagen spezialisiert. Wer sich unsicher ist, wie man auf Vorwürfe reagiert, profitiert von fundierter Beratung, aktiver Strafverteidigung und juristisch sicherer Kommunikation mit Polizei und Führerscheinstellen.
Die Kanzlei unterstützt bundesweit – besonders bei:
- Aussageverweigerung & Durchsetzung Ihrer Rechte
- Verteidigung gegen Vorwürfe der Täuschung
- Unterstützung bei MPU-Vorbereitung nach Falschaussage
Mehr Infos: [www.kanzlei-nattermann.de]
Fazit: Falschaussagen vermeiden – und im Ernstfall professionell reagieren
Was oft als Notlüge beginnt, kann schwerwiegende Konsequenzen haben. Wer gegenüber der Polizei falsche Angaben macht – bewusst oder aus Panik – sollte sich frühzeitig verteidigen lassen. Besonders im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr kann eine Falschaussage den Verlust der Fahrerlaubnis bedeuten. Die beste Strategie ist: Reden Sie nur mit rechtlichem Beistand – nie allein.



